Präsenzmelder
Präsenzmelder erkennen Wärmebewegungen und lösen bei erkannter Bewegung eine parametrierbare Schaltung aus. So kann ein Präsenzmelder die Sicherheit und die Energieeffizienz in einem Gebäude erhöhen.
Bei der Auswahl des Sensortyps “Präsenzmelder“ kann zwischen zwei Sensorfunktionen ausgewählt werden:
- mit Helligkeitssensor
- ohne Helligkeitssensor
Entsprechend der parametrierten Funktion stellt die ETS die zur Funktion passenden Parameter und Kommunikationsobjekte dynamisch zur Verfügung.
Die meisten Präsenzmelder besitzen einen integrierten Helligkeitssensor. Damit steht zur Auswahl, ob ein helligkeitsabhängiges Schalten erfolgen soll oder ein helligkeitsunabhängiges Schalten.
Besitzt der Präsenzmelder einen Helligkeitssensor, kann der gemessene Helligkeitswert auf den Bus zur weiteren Auswertung gesendet werden. Dabei steht zur Auswahl den Helligkeitswert zyklisch zu senden oder bei Änderung des Helligkeitswertes. Der entsprechende Schwellwert oder die Zykluszeit können parametriert werden.
Auf der Parameterseite des Sensorkanals stehen die folgenden Funktionen zur Verfügung:
- Schalten
- Helligkeitswertgeber
- Szenennebenstelle
Entsprechend der parametrierten Funktion stellt die ETS die zur Funktion passenden Parameter und Kommunikationsobjekte dynamisch zur Verfügung
Optional kann für den Präsenzmelder eine Sperrfunktion aktiviert werden.
Präsenzmelder ohne Helligkeitssensor
Besitzt der Präsenzmelder keinen Helligkeitssensor, arbeitet er folglich ohne Auswertung der Umgebungshelligkeit. Es wird lediglich der Beginn und das Ende einer Erfassung detektiert und Aktionen ausgelöst. Eine Einschalt- und Abschalthelligkeit ist nicht einstellbar.
Als Anwendung ist hier ein Bereich zu sehen, an dem kein Tageslicht vorhanden ist, sondern lediglich das geschaltete Kunstlicht, z. B. in Kellerräumen.
Mit der Nachlaufzeit ist die Zeit von dem letzten Detektieren einer Bewegung bis zum Ende der Erfassung z. B. dem Ausschalten der Beleuchtung einstellbar.
Optional kann der Schalt-, Dimm- oder Szenenbefehl zu Beginn oder zum Ende der Erfassung auch deaktiviert werden. So dass z. B. die Beleuchtung in einem Raum manuell ein- oder ausgeschaltet werden muss.
Präsenzmelder mit Helligkeitssensor
Auch bei Präsenzmeldern mit Helligkeitssensoren kann die Funktionsweise Helligkeitsunabhängig aktiviert werden. Damit entfallen die Parameter zum Helligkeitsabhängigen Schalten. Es wird aber noch der Helligkeitswert zur weiteren Verarbeitung auf den Bus gesendet.
Beim helligkeitsabhängigen Betrieb werden drei Parameter eingeblendet:
- Einschalthelligkeit: Die Einschalthelligkeit definiert den oberen Grenzwert, bei welcher die Beleuchtung bei Bewegungserkennung noch eingeschaltet wird. Steigt die Umgebungshelligkeit über den eingetragenen Wert, erfolgt kein Einschalten der Beleuchtung bei Bewegungserkennung.
- Abschalthelligkeit (Hysterese): Die Abschalthelligkeit ist ein relativer Helligkeitsschwellwert, der zu der Einschalthelligkeit addiert werden muss. Oberhalb dieser Schwelle wird die Beleuchtung auch bei Bewegungserkennung ausgeschaltet.
- Nachlaufzeit nach Abschalthelligkeit: Bei steigender Umgebungshelligkeit wird Kunstlicht nicht mehr benötigt und kann abgeschaltet werden. Allerdings wird erst eine hier parametrierbare Nachlaufzeit abgewartet, bis der Ausschaltbefehl erfolgt.
Das oben dargestellt Diagramm (Helligkeitsabhängige Präsenzerkennung) zeigt beispielhaft, wie die drei Parameter anzuwenden sind. Unterhalb der Einschalthelligkeit schaltet die Beleuchtung bei Bewegungserkennung ein. Erst wenn keine Bewegung mehr erkannt wird und Nachlaufzeit abgelaufen ist schaltet das Licht wieder aus.
Erhöht sich die Helligkeit in dem Raum, so dass die Einschalthelligkeit plus der Abschalthelligkeit überschritten wird, erfolgt auch bei Bewegungserkennung ein Ausschalten der Beleuchtung nach Ablauf der “Nachlaufzeit nach Abschalthelligkeit“.
