Szenenfunktion

Leuchten oder Leuchtengruppen lassen sich optional in bis zu 16 Szenen integrieren, wodurch vorprogrammierte statische Lichtstimmungen durch Beeinflussung der Helligkeit, Farbtemperatur oder Farbe abgerufen werden können. Bei Bedarf können die Szenenwerte im Betrieb des Geräts umgeschaltet und individuell angepasst und abgespeichert werden, wodurch der Benutzer die Vorgaben der ETS beliebig ersetzen kann. Der erweiterte Szenenabruf ermöglicht das Umschalten von Szenen durch Schaltbefehle.

Die Szenenfunktion muss auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen" separat für ein DALI System freigegeben sein, damit die erforderlichen Kommunikationsobjekte und Parameter verfügbar werden.

Jede Szene erhält jeweils eine eindeutige Nummer (1...16), die in der Ansicht der Parameterseiten vor dem Namen in eckigen Klammern dargestellt wird. Diese Nummer ist lediglich eine Kennzeichnung innerhalb der ETS, um die einzelnen Szenen auch bei gleichen Namen eindeutig voneinander unterscheiden zu können. Zusätzlich besitzen Szenen KNX Nummern (1...64). Über diese KNX Nummern kann ein Szenenabruf oder eine Szenenspeicherfunktion über das Szenen-Nebenstellenobjekt erfolgen. Szenennummern müssen nicht identisch zu den KNX Nebenstellennummern sein. Jedoch müssen KNX Nummern eindeutig sein. Es ist nicht möglich, mehreren Szenen eines DALI Systems gleiche KNX Nummern zu vergeben.

Die in der ETS gewählte Szenenkonfiguration entscheidet, ob die Anzahl der Szenen entweder variabel ist (1...16), oder alternativ fest auf das Maximum (16) vorgegeben wird.

  • Szenenkonfiguration = "variabel (1...16 Szenen)"
    Bei dieser Einstellung kann die Anzahl der verwendeten Szenen beliebig im Bereich 1 bis 16 gewählt werden. Der Parameter "Anzahl der Szenen" entscheidet, wie viele Szenen in der ETS für das gewählte DALI System verfügbar sind. Zu jeder Szene kann festgelegt werden, über welche Szenennummer (1...64) die Ansteuerung erfolgt. Bedarfsweise können einzelne Szenen durch Konfiguration der Szenennummer "0" inaktiv geschaltet werden.
  • Szenenkonfiguration = "fest (16 Szenen)"
    Bei dieser Einstellung sind grundsätzlich alle Szenen sichtbar und folglich verwendbar. Hierbei werden die Szenen über fest zugeordnete Szenennummern (1...16) angesteuert (Szenennummer 1 -> Szene 1, Szenennummer 2 -> Szene 2...). Bedarfsweise können einzelne Szenen inaktiv geschaltet werden.

Ein Szenenabruf übersteuert eine Helligkeitswertvorgabe und einen Schalt- oder Dimmvorgang und auch Vorgaben zu Farbtemperaturen oder Farben über die jeweiligen Kommunikationsobjekte. Auch wird eine Treppenhausfunktion durch einen Szenenabruf übersteuert. Die Priorität der Szenenfunktion zu den Funktionen Sperren oder Zwangsstellung einer Gruppe oder eines Einzelgeräts ist je Szene parametrierbar. So ist es möglich, dass ein Szenenabruf eine Sperr- oder Zwangsstellungsfunktion übersteuert. Alternativ kann eine Szene eine geringere Priorität besitzen, so dass Sperrfunktionen oder Zwangsstellungen durch einen Szenenabruf nicht übersteuert werden können. Eine durch einen Szenenabruf übersteuerte Funktion wird wieder neu ausgeführt, wenn die Funktion über den KNX aktualisiert wird.
Optional kann ein Szenenabruf auch verzögert erfolgen.

Szenen werden durch die globale Adressierungsart und durch die allgemeine Konfiguration der Gruppen und Einzelgeräte beeinflusst. Daher müssen die globalen und allgemeinen Parameter zuerst eingestellt werden, bevor die Szenenkonfiguration erfolgt!

In einer Parametertabelle einer Szene werden immer zuerst die Gruppen und im Anschluss die Einzelgeräte aufgelistet. Wenn nach erfolgter Szenenkonfiguration nachträglich weitere Gruppen hinzugefügt werden, ist zu beachten, dass sich die neu hinzugefügten Gruppen vor die ggf. bereits vorhandenen Einzelgeräte in die Parametertabelle einschieben. Hierdurch erhalten die neuen Gruppen die Konfiguration der bislang vorhandenen Einzelgeräte. In diesem Fall muss die Szenenkonfiguration überprüft und ggf. manuell angepasst werden. Dieser Sachverhalt trifft nicht zu, sofern keine Einzelgeräte konfiguriert sind.

Erweiterten Szenenabruf konfigurieren

Mit dem erweiterten Szenenabruf können die bis zu 16 Szenen eines DALI Systems der Reihe nach abgerufen werden. Der Szenenabruf erfolgt hierbei über das 1-Bit-Kommunikationsobjekt "Erweiterter Szenenabruf". Jedes über dieses Objekt empfangene EIN-Telegramm ruft die nächste der in der Konfiguration verfügbaren Szenen ab. Jedes empfangene AUS-Telegramm ruft die vorhergehende Szene ab.

Das Gateway ruft bei einem erweiterten Szenenabruf immer - ausgehend von der zuletzt per erweitertem Abruf abgerufenen Szene - die benachbarte Szene ab. Dabei ist irrelevant, ob die Szene wirksam (Szenennummer "1...64" oder Szene aktiv) oder unwirksam (Szenennummer "0" oder Szene inaktiv) ist. Beim Abruf einer unwirksamen Szene über den erweiterten Szenenabruf zeigt die zugeordnete Gruppe oder das Einzelgerät keine Reaktion.

Es sind grundsätzlich nur die in der Szenenkonfiguration vorhandenen Szenen über den erweiterten Szenenabruf anwählbar (bei "variabel" definiert durch den Parameter "Anzahl der Szenen", bei "fest" grundsätzlich alle 16 Szenen). Nach einem Reset (Bus-Netzspannungswiederkehr, ETS-Programmiervorgang) wird durch ein EIN- oder AUS-Telegramm immer zunächst Szene1 abgerufen.

Der Abruf einer Szene über das 1-Byte-Nebenstellenobjekt beeinflusst die Szenensequenz des erweiterten Szenenabrufs nicht. Beide Abruffunktionen arbeiten unabhängig voneinander.

  1. Den Parameter "Erweiterten Szenenabruf" auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen" aktivieren.
  • Das Objekt "Erweiterter Szenenabruf" ist verfügbar. Jedes EIN-Telegramm ruft die nächste Szene ab. Jedes AUS-Telegramm ruft die vorhergehende Szene ab.
  1. Den Parameter "Erweiterten Szenenabruf" deaktivieren.
  • Der erweiterte Szenenabruf ist deaktiviert. Ein Szenenabruf kann nur über das 1-Byte-Nebenstellenobjekt erfolgen.

Der erweiterte Szenenabruf kann mit oder ohne Überlauf an den Szenengrenzen erfolgen. Ein Überlauf findet statt, wenn die letzte Szene der gewählten Konfiguration beim Hochzählen oder die Szene 1 beim Herunterzählen erreicht wurde und ein weiteres Telegramm in die letzte Zählrichtung empfangen wird. Das Überlaufverhalten wird in der ETS definiert.

  1. Den Parameter "Mit Überlauf" aktivieren.
  • Nach Erreichen der letzten Szene der gewählten Konfiguration wird durch ein weiteres EIN-Telegramm der Überlauf ausgeführt und die Szene 1 abgerufen. Analog hierzu wird nach Erreichen der Szene 1 durch ein weiteres AUS-Telegramm der Überlauf ausgeführt und die letzte Szene der gewählten Konfiguration abgerufen.
  1. Den Parameter "Mit Überlauf" deaktivieren.
  • Ein Szenenüberlauf ist nicht möglich. Nach Erreichen der letzten Szene der gewählten Konfiguration werden weitere EIN-Telegramm des erweiterten Szenenabrufs ignoriert. Analog hierzu ignoriert das Gateway weitere AUS-Telegramme, wenn zuletzt die Szene 1 abgerufen wurde.

Gruppen- und Gerätezuordnung einer Szene konfigurieren

Einer Szene lassen sich ohne Einschränkungen alle angelegten Gruppen und Einzelgeräte zuordnen. Jede Gruppe und jedes Einzelgerät kann unabhängig zugewiesen werden, indem das Auswahlkästchen "Zuordnung" hinter dem Gruppen- oder Einzelgerätenamen in der Parametertabelle einer Szene aktiviert wird. Vorhandene Gruppen und Einzelgeräte, deren Auswahlkästchen nicht aktiviert sind, sind der Szene nicht zugeordnet. Alle nicht angelegten Gruppen oder Einzelgeräte des Gateways sind in einer Szenentabelle nicht verfügbar.

Um die verfügbaren Gruppen und Einzelgeräte in der Parametertabelle einer Szene besser identifizieren zu können, werden die Gruppen- und Einzelgeräte-Nummern in eckigen Klammern (Gruppen [1]...[32] / Einzelgeräte [1]...[64]), der Typ "Gruppe" oder "Einzelgerät" sowie die projektierte Bezeichnung in der Tabelle angezeigt. Die Bezeichnung kann auf den Parameterseiten zur Konfiguration der Gruppen und Einzelgeräte individuell angepasst werden.

Besonderheit bei Verwendung der ETS5: Aufgrund einer funktionalen Einschränkung zeigt die ETS5 ggf. den Typ und die Bezeichnung einer Gruppe oder eines Einzelgeräts in englischer Sprache an.

Bei einer Zentralsteuerung (Broadcast) können Szenen verwendet werden. Hierbei ist in jeder Szene dann immer nur eine Gruppe als Zentralgruppe konfigurierbar.

  1. Die Parameter "Zuordnung" der Gruppen und Einzelgeräte, die der selektierten Szene zugeordnet werden sollen, aktivieren.
  • Die aktivierten Gruppen und Einzelgeräte sind der Szene zugeordnet. Es werden die Szenenparameter zur Wertkonfiguration (Helligkeitswert, Farbtemperaturwert, Farbwerte) freigeschaltet, abhängig davon, welcher Funktionsumfang konfiguriert ist.

Szenenwerte einstellen

Für jede in eine Szene eingebundene Gruppe und für jedes eingebundene Einzelgerät muss festgelegt werden, welcher Helligkeitswert bei einem Szenenabruf eingestellt werden soll. Bei Verwendung der Farbtemperatursteuerung kann je zugeordneter Gruppe oder je zugeordnetem Einzelgerät auch eine Farbtemperatur festgelegt werden. Gleiches gilt für die Farbsteuerung.

  • Eine Gruppe oder ein Einzelgerät muss einer Szene zugeordnet sein.
  1. Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." für jede zugeordnete Gruppe und für jedes zugeordnete Einzelgerät den erforderlichen Szenen-Helligkeitswert vorgeben. Den Parameter "Aktiv" deaktivieren, sofern die entsprechende Gruppe oder das Einzelgerät beim Abruf der gewählten Szene keinen Helligkeitswert verändern soll.
  • Bei einem Szenenabruf wird der jeweils konfigurierte Helligkeitswert bei den Betriebsgeräten eingestellt.
  • Bei der Einstellung "Aktiv = deaktiviert" bleibt der Helligkeitswert der Gruppe oder des Einzelgeräts beim Szenenaufruf unverändert.
  1. Bei Verwendung der Farbtemperatursteuerung: Für jede zugeordnete Gruppe und für jedes zugeordnete Einzelgerät den erforderlichen Szenen-Farbtemperaturwert vorgeben. Den Parameter "Aktiv" deaktivieren, sofern die entsprechende Gruppe oder das Einzelgerät beim Abruf der gewählten Szene keinen Farbtemperaturwert verändern soll.
  • Bei einem Szenenabruf wird die jeweils konfigurierte Farbtemperatur bei den Betriebsgeräten eingestellt. Es ist zu beachten, dass eine in der Szene vorgegebene Farbtemperatur visuell bei den DALI Leuchten nur dann wirksam ist, wenn die Gruppe oder das Einzelgerät auch eingeschaltet ist.
    Auch bei ausgeschalteten Gruppen oder Einzelgeräten werden im Zuge eines Szenenabrufs Farbtemperaturänderungen geräteintern nachgeführt. Beim Einschalten einer Gruppe oder eines Einzelgeräts nach einem Szenenabruf wird die gemäß der Szene zuletzt aufgerufene Farbtemperatur in den DALI Leuchten eingestellt.
  • Bei der Einstellung "Aktiv = deaktiviert" bleibt der Farbtemperaturwert der Gruppe oder des Einzelgeräts beim Szenenaufruf unverändert.
  1. Bei Verwendung der Farbsteuerung: Für jede zugeordnete Gruppe und für jedes zugeordnete Einzelgerät den erforderlichen Szenen-Farbwert und ggf. einen Szenen-Weißwert vorgeben. Den Parameter "Aktiv" deaktivieren, sofern die entsprechende Gruppe oder das Einzelgerät beim Abruf der gewählten Szene keinen Farbwerte verändern soll.
  • Bei einem Szenenabruf wird die jeweils konfigurierte Farbe und ggf. der Weißwert bei den Betriebsgeräten eingestellt. Es ist zu beachten, dass eine in der Szene vorgegebene Farbe visuell bei den DALI Leuchten nur dann wirksam ist, wenn die Gruppe oder das Einzelgerät auch eingeschaltet ist.
    Auch bei ausgeschalteten Gruppen oder Einzelgeräten werden im Zuge eines Szenenabrufs Farbänderungen geräteintern nachgeführt. Beim Einschalten einer Gruppe oder eines Einzelgeräts nach einem Szenenabruf wird die gemäß der Szene zuletzt aufgerufene Farbe in den DALI Leuchten eingestellt.
  • Bei der Einstellung "Aktiv = deaktiviert" bleiben die Farbwerte der Gruppe oder des Einzelgeräts beim Szenenaufruf unverändert.

Die parametrierten Szenenwerte werden nur dann bei einem ETS-Programmiervorgang in das Gateway übernommen, wenn der Parameter "Im Gerät gespeicherte Werte beim ETS-Programmiervorgang überschreiben" aktiviert ist.

Der Abruf einer Szene löst auch Statustelegramme aus, sofern diese konfiguriert sind. Dabei ist zu beachten, dass auch bei längeren Szenen-Dimmverläufen die Szenen-Zielwerte unmittelbar nach dem Start des Dimmvorgangs als Status ausgesendet werden, also bereits dann, wenn der Zielwert noch nicht statisch erreicht wurde.

Die Auswahl der Szenenwerte wird in der ETS nicht an den konfigurierten Minimal- und Maximalwerten der Gruppen und Einzelgeräte begrenzt. Wenn die Szenenwerte außerhalb des durch die Minimal- und Maximalwerte definierten Bereiches liegen, begrenzt das Gateway die Werte auf die festgelegten Grenzen.

Im Zuge der DALI Inbetriebnahme ist es möglich, verschiedenen Gruppen mehrfach gleiche DALI Betriebsgeräte zuzuordnen (Mehrfachzuordnung: z. B. EVG1 befindet sich in Gruppe A und Gruppe B). Wenn nun einer Szene Gruppen (z. B. A & B) zugeordnet wurden und diese Gruppen die gleichen Betriebsgeräte beinhalten (z. B. EVG 1), dann entsteht bei unterschiedlichen Szenenwerten ein Konflikt. In diesem Fall werden die mehrfach zugeordneten Betriebsgeräte auf die Werte der Gruppe mit der höchsten Nummer eingestellt.

Speicherverhalten für Szenenfunktion einstellen

Die Szenenwerte von zugeordneten Gruppen und Einzelgeräten können beim Empfang eines Speichertelegramms über das Szenen-Nebenstellenobjekt zur Laufzeit des Gateways geräteintern abgespeichert werden. Dabei ist es möglich, die abzuspeichernden Werte vor dem Abspeichern durch alle Funktionen der einzelnen Gruppen und Geräte zu beeinflussen (z. B. Schalten, Dimmen, Wertvorgabe, Handbedienung). Das Speichern erfolgt stets für eine gesamte Szene und für alle zugeordneten Gruppen und Einzelgeräte, wobei individuell konfiguriert werden kann, welche Helligkeitswerte, Farbtemperaturwerte oder Farben gespeichert werden.

  • Eine Gruppe oder ein Einzelgerät muss einer Szene zugeordnet sein.
  1. Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." für die Gruppen und Einzelgeräte, die beim Speichern den Helligkeitswert abspeichern sollen, in der Kategorie "Helligkeit" den Parameter "Speichern" aktivieren.
  • Die Speicherfunktion der Helligkeit ist für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät aktiviert. Beim Empfang eines Speichertelegramms über das Nebenstellenobjekt wird der aktuelle Helligkeitswert geräteintern in der Szene abgespeichert.
  1. Für die Gruppen und Einzelgeräte, die beim Speichern den Helligkeitswert nicht abspeichern sollen, in der Kategorie "Helligkeit" den Parameter "Speichern" deaktivieren.
  • Die Speicherfunktion der Helligkeit ist für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät deaktiviert. Ein empfangenes Speichertelegramm über das Nebenstellenobjekt wird bezogen auf die Helligkeit verworfen. Bei einem Szenenabruf wird dann die in der ETS fest definierte Helligkeit abgerufen.
  1. Bei Verwendung der Farbtemperatursteuerung: Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." für die Gruppen und Einzelgeräte, die beim Speichern den Farbtemperaturwert abspeichern sollen, in der Kategorie "Farbtemperatur" den Parameter "Speichern" aktivieren.
  • Die Speicherfunktion der Farbtemperatur ist für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät aktiviert. Beim Empfang eines Speichertelegramms über das Nebenstellenobjekt wird der aktuelle Farbtemperaturwert geräteintern in der Szene abgespeichert.
  1. Bei Verwendung der Farbtemperatursteuerung: Für die Gruppen und Einzelgeräte, die beim Speichern den Farbtemperaturwert nicht abspeichern sollen, in der Kategorie "Farbtemperatur" den Parameter "Speichern" deaktivieren.
  • Die Speicherfunktion der Farbtemperatur ist für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät deaktiviert. Ein empfangenes Speichertelegramm über das Nebenstellenobjekt wird bezogen auf die Farbtemperatur verworfen. Bei einem Szenenabruf wird dann die in der ETS fest definierte Farbtemperatur abgerufen.
  1. Bei Verwendung der Farbsteuerung: Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." für die Gruppen und Einzelgeräte, die beim Speichern die Farbwerte abspeichern sollen, in der Kategorie "Farbe" den Parameter "Speichern" aktivieren.
  • Die Speicherfunktion der Farben ist für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät aktiviert. Beim Empfang eines Speichertelegramms über das Nebenstellenobjekt werden die aktuellen Farbwerte geräteintern in der Szene abgespeichert.
  1. Bei Verwendung der Farbsteuerung: Für die Gruppen und Einzelgeräte, die beim Speichern die Farbwerte nicht abspeichern sollen, in der Kategorie "Farbe" den Parameter "Speichern" deaktivieren.
  • Die Speicherfunktion der Farben ist für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät deaktiviert. Ein empfangenes Speichertelegramm über das Nebenstellenobjekt wird bezogen auf die Farben verworfen. Bei einem Szenenabruf werden dann die in der ETS fest definierten Farben abgerufen.

Wenn Szenenwerte nicht aktiv sind (Parameter "Aktiv = deaktiviert"), kann die Speicherfunktion für die betroffenen Werte grundsätzlich nicht ausgeführt werden. In der ETS ist dann der Parameter "Speichern" in der jeweiligen Kategorie nicht aktivierbar.

Szenenwerte werden bei einem Speichervorgang geräteintern im Gateway nichtflüchtig abgespeichert und überschreiben die durch die ETS programmierten Werte einer Gruppe oder eines Einzelgeräts. Die in der ETS parametrierten Szenenwerte werden nur dann bei einem ETS-Programmiervorgang wieder in das Gateway übernommen, wenn der Parameter "Im Gerät gespeicherte Werte beim ETS-Programmiervorgang überschreiben" aktiviert ist.

Szenenpriorität einstellen

Die Priorität der Szenenfunktion zu den Funktionen Sperren oder Zwangsstellung einer Gruppe oder eines Einzelgeräts ist je Szene konfigurierbar. So ist es möglich, dass ein Szenenabruf eine Sperr- oder Zwangsstellungsfunktion übersteuert. Alternativ kann eine Szene eine geringere Priorität besitzen, so dass Sperrfunktionen oder Zwangsstellungen durch einen Szenenabruf nicht übersteuert werden können.
Die Szenenpriorität kann für jede angelegte Szene separat konfiguriert werden.

  1. Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." den Parameter "Priorität Sperren/Zwangsstellung" auf "niedrig" parametrieren.
  • Die Szene besitzt eine niedrigere Priorität zu den Zusatzfunktionen der zugeordneten Gruppen oder der zugeordneten Einzelgeräte. Es ist nicht möglich, eine Szene abzurufen oder abzuspeichern, wenn bei nur einer zugeordneten Gruppe oder bei nur einem zugeordneten Einzelgerät eine Zusatzfunktion aktiviert ist.
  1. Den Parameter "Priorität zu Sperren/Zwangsstellung" auf "hoch" parametrieren.
  • Die Szene besitzt eine höhere Priorität zu den Zusatzfunktionen der zugeordneten Gruppen oder der zugeordneten Einzelgeräte. Ein Szenenabruf oder eine Szenenspeicherung wird beim Empfang eines Szenen-Nebenstellentelegramms grundsätzlich ausgeführt.
  • Ein Szenenabruf verriegelt untergeordnete Funktionen einer Gruppe oder eines Einzelgeräts nicht statisch. Die höhere Priorität legt lediglich fest, dass im Moment des Szenenabrufes Szenenwerte eingestellt werden und die zuvor aktiven Werte übersteuern. Nach dem Abruf einer Szene ist es möglich, dass die Szenenwerte durch andere Funktionen des Gateways nachträglich wieder verändert werden (z. B. beim Beenden einer Zusatzfunktion oder durch Schalten, Dimmen oder Wertvorgabe).

ETS-Programmierverhalten für Szenenfunktion einstellen

Beim Abspeichern einer Szene werden die Szenenwerte geräteintern nichtflüchtig gespeichert. Damit die gespeicherten Werte bei einem ETS-Programmiervorgang des Applikationsprogramms oder der Parameter nicht durch die ursprünglich projektierten Szenenwerte ersetzt werden, kann das Gateway ein Überschreiben der Szenenwerte unterbinden. Alternativ können bei jedem Programmiervorgang durch die ETS die ursprünglichen Werte wieder in das Gerät geladen werden.
Das ETS-Programmierverhalten kann separat für jede Szene konfiguriert werden.

  1. Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." den Parameter "Im Gerät gespeicherte Werte beim ETS-Programmiervorgang überschreiben" aktivieren.
  • Bei jedem ETS-Programmiervorgang des Applikationsprogramms oder der Parameter werden die in der ETS parametrierten Szenenwerte in das Gateway programmiert. Dabei werden ggf. die im Gerät durch eine Speicherfunktion abgespeicherten Szenenwerte überschrieben.
  1. Den Parameter "Im Gerät gespeicherte Werte beim ETS-Programmiervorgang überschreiben" deaktivieren.
  • Die ggf. durch eine Speicherfunktion im Gerät abgespeicherten Szenenwerte bleiben erhalten. Wenn keine Szenenwerte abgespeichert wurden, bleiben die zuletzt durch die ETS einprogrammierten Szenenwerte gültig.

Bei der ersten Inbetriebnahme des Gateways sollte der Parameter aktiviert eingestellt sein, damit die Szenen auf gültige Szenenwerte initialisiert werden.

Abrufverzögerung für Szenenfunktion einstellen

Jeder Szenenabruf kann optional auch verzögert ausgewertet werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise im Zusammenspiel mit mehreren Aktoren oder Gateways bei zyklischen Szenentelegrammen dynamische Szenenabläufe konfigurieren.
Die Szenenabrufverzögerung kann separat für jede Szene konfiguriert werden.

  1. Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." den Parameter "Szenenabruf verzögern" aktivieren. Verzögerungszeit parametrieren.
  • Die Verzögerungszeit ist aktiviert. Die Verzögerung beeinflusst nur den Szenenabruf der betroffenen Szene. Nach dem Eintreffen eines Abruftelegramms wird die Verzögerungszeit gestartet. Erst nach Ablauf der Zeit wird die entsprechende Szene abgerufen und die Szenenwerte eingestellt.
  1. Den Parameter "Szenenabruf verzögern" deaktivieren.
  • Die Verzögerungszeit ist deaktiviert. Ein Szenenabruf wird ohne Verzögerung unmittelbar nach dem Empfang eines Szenenabruftelegramms ausgeführt.

Jedes Szenenabruf-Telegramm startet die Verzögerungszeit neu und triggert diese dadurch nach.

Die Szenenabrufverzögerung hat keine Auswirkung auf das Abspeichern von Szenenwerten. Ein Szenenspeichertelegramm innerhalb einer Szenenabrufverzögerung bricht die Verzögerungszeit und somit den Szenenabruf ab.

Bei einem Ausfall der Netzspannungsversorgung des Gateways werden alle Zeitfunktionen gestoppt. So werden alle noch in Verzögerung befindliche Szenenaufrufe abgebrochen. Dadurch geht ein kurz vor Netzausfall empfangener Szenenabruf verloren, wenn die entsprechende Verzögerungszeit noch nicht abgelaufen ist. Ein alleiniger Busspannungsausfall stoppt eine ablaufende Verzögerung nicht. Sofern die Netzspannungsversorgung noch vorhanden ist, wird in diesem Fall am Ende der Verzögerung die zuletzt aufgerufene Szene ausgeführt. Auch bei der Aktivierung einer Funktion mit einer höheren Priorität (z. B. Handbedienung, Zwangsstellungsfunktion, Sperrfunktion) wird ein verzögerter Szenenabruf für die betroffenen Gruppen oder Einzelgeräte abgebrochen.

Dimmverhalten beim Szenenabruf einstellen

In der Konfiguration einer Szene kann festgelegt werden, ob das Abrufen der Szenenwerte für die zugeordneten Gruppen oder Einzelgeräte entweder anspringend oder andimmend erfolgt. Ein Szenenabruf kann also unabhängig vom eingestellten Dimmverhalten ausgeführt werden.
Das Verhalten bei einem Szenenabruf kann separat für jede Szene konfiguriert werden.

  1. Auf der Parameterseite "DALI System... -> Szenen -> [...] Szene..." den Parameter "Beim Szenenabruf" auf "Werte anspringen" einstellen.
  • Die Werte der betroffenen Szene werden bei einem Abruf unmittelbar angesprungen.
  1. Den Parameter "Beim Szenenabruf" auf "Werte andimmen über Fading" einstellen. Zugleich die erforderliche Fadingzeit definieren.
  • Die Werte der betroffenen Szene werden bei einem Abruf angedimmt. Das Dimm-Fading ist aktiviert. Die Fadingzeit definiert die Dauer des Dimmvorgangs bis zum Erreichen der Werte. Dabei sind die Helligkeits-, Farbtemperatur- und Farbwerte einer Gruppe oder eines Einzelgeräts, bei denen der Dimmvorgang beginnt, ohne Bedeutung. Der Dimmvorgang bei einem Szenenabruf benötigt für alle Gruppen und Einzelgeräte der Szene immer exakt die vorgegebene Zeit.

Alle in eine Szene eingebundenen DALI Betriebsgeräte (über Gruppen oder als Einzelgerät) reagieren zeitgleich, weil die Adressierung DALI seitig über Szenenbefehle erfolgt (Multicast), die das Gateway im Zuge der Initialisierung abhängig von der Szenenkonfiguration die Betriebsgeräte einprogrammiert.

Die konfigurierte Zeit für das Andimmen beim Dimm-Fading der Szenenfunktion kann vom Standard-Dimmverhalten einer Gruppe oder eines Einzelgeräts abweichen. Als Standard arbeitet das Gateway stets mit einer Fadingzeit von 0,7 Sekunden. Dieser Wert wird bei der Initialisierung automatisch in alle DALI Betriebsgeräte einprogrammiert. Das Gateway programmiert unmittelbar nach einem Szenenabruf alle zugeordneten DALI Betriebsgeräte auf die Dimmzeit der Szene um. Nach Abruf der Szene programmiert das Gateway die Fadingzeit wieder unmittelbar auf den ursprünglichen Wert zurück.