Automatischer Helligkeitsdurchlauf
Einleitung
Der automatische Helligkeitsdurchlauf verstellt zyklisch die Helligkeit im konfigurierten Helligkeitsbereich und schafft auf diese Weise individuelle Helligkeitsszenarien. Ein Helligkeitsdurchlauf ist ausschließlich für Gruppen und Einzelgeräte verfügbar, die auch eine Farbsteuerung ermöglichen, und kann zur Laufzeit des Gateways beliebig gestartet und gestoppt werden.
Nach dem Starten beginnt das automatisch gesteuerte schrittweise Durchlaufen des dimmbaren Helligkeitsbereiches. Mit jedem Schritt wird der aktuelle Helligkeitswert abhängig von der konfigurierten "Durchlaufrichtung" entweder erhöht oder verringert und als ARC-Power-Level auf die DALI Leitung ausgesendet. Die Anzahl der Schritte und folglich die Schrittweite des Helligkeitswerts leitet sich aus der parametrierten "Gesamtlaufzeit" ab. Je länger die Gesamtlaufzeit betrachtet auf einen vollen Helligkeitsdurchlauf (0...100%) ist, umso feiner ist die Helligkeitsverstellung beim Durchlauf und somit die Auflösung.
Das Verstellen der Helligkeit beginnt bei eingeschalteten Gruppen oder Einzelgeräten stets bei der aktuell wirksamen Helligkeit. Bei ausgeschalteten Gruppen oder Einzelgeräten wird das Startverhalten durch den Parameter "Beim Starten im ausgeschalteten Zustand" bestimmt. Hierbei ist es möglich, dass der Start die betroffene Gruppe oder das Einzelgerät nicht einschaltet und das Gateway lediglich intern den Helligkeitsverlauf ausführt. Erst ein nachfolgendes Einschalten steuert die Leuchtmittel dann auf die intern nachgeführte Helligkeit um. Alternativ kann das Starten eines Helligkeitsdurchlaufes eine Gruppe oder ein Einzelgerät im Zustand AUS unmittelbar einschalten. In diesem Fall beginnt der Helligkeitsdurchlauf dann bei einem individuellen Startwert. Dieser Startwert kann entweder als fester Helligkeitswert in der ETS vorgegeben werden, oder alternativ an der Helligkeit ansetzen, bei der im Zuge eines vorherigen Helligkeitsdurchlaufes zuletzt ein Stopp ausgeführt wurde.

Die Durchlaufrichtung kann entweder in Richtung heller, in Richtung dunkler oder alternierend (umschalten der Richtung durch Toggeln) erfolgen. Beim Umschalten ändert das Gateway nach jedem Start automatisch die Richtung des Helligkeitsdurchlaufes. Der Bereich der Helligkeitsverstellung ist entsprechend der konfigurierten Minimal- und Maximalhelligkeit begrenzt. Es kann in der ETS festgelegt werden, ob nach Erreichen der Bereichsgrenzen (Maximalhelligkeit oder Minimalhelligkeit) der Helligkeitsdurchlauf gestoppt oder in entgegengesetzte Richtung fortgesetzt wird. Optional besteht die Möglichkeit, beim Erreichen einer Bereichsgrenze eine kurze Visualisierung durch das Leuchtmittel durchzuführen, um im Anschluss den Durchlauf in entgegengesetzte Richtung fortzusetzen. Diese visuelle Rückmeldung erfolgt durch kurzes Aus- und wieder Einschalten der zugeordneten DALI Betriebsgeräte. Die Zeit zwischen AUS und EIN beträgt dabei unveränderbar 1 Sekunde.
Ein Helligkeitsdurchlauf stoppt immer, sobald über das KNX Kommunikationsobjekt "Automatischer Helligkeitsdurchlauf - Start/Stopp" ein Stopp-Kommando empfangen wird. Die zuletzt durch den Helligkeitsdurchlauf eingestellte Helligkeit bleibt dabei zunächst erhalten, bis diese durch einen neuen Helligkeitsdurchlauf oder durch andere Funktionen des Gateways verändert wird. Das Starten und Stoppen eines Durchlaufes erfolgt durch ein Objekt, dessen Datenformat entweder auf 1-Bit (DPT 1.010 / "1" = Start, "0" = Stopp) oder alternativ auf 4-Bit (DPT 3.007 / "Dimmschritt auf oder ab" = Start, "Dimmen Stopp" = Stopp) konfigurierbar ist.


Start/Stopp-Verhalten des Helligkeitsdurchlaufes einstellen
Der Parameter "Starten und Stoppen durch" auf der Parameterseite "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" gibt das Datenformat des Kommunikationsobjekts zum Starten und Stoppen des automatischen Helligkeitsdurchlaufes vor.
- Den Parameter einstellen auf "Start/Stopp-Objekt (1 Bit)".
- Das Starten und Stoppen eines Durchlaufes erfolgt durch das Objekt "Automatischer Helligkeitsdurchlauf - Start/Stopp". Das Datenformat ist auf 1-Bit (DPT 1.010) eingestellt. Ein Start erfolgt durch ein EIN-Telegramm. Ein Stopp durch ein AUS-Telegramm.
- Den Parameter einstellen auf "Dimm-Objekt (4 Bit)".
- Das Starten und Stoppen eines Durchlaufes erfolgt durch das Objekt "Automatischer Helligkeitsdurchlauf - Start/Stopp". Das Datenformat ist auf 4-Bit (DPT 3.007) eingestellt. Ein Start erfolgt durch ein "Dimmschritt auf oder ab" Telegramm. Ein Stopp durch ein "Dimmen stopp" Telegramm.






Startverhalten des Helligkeitsdurchlaufes im ausgeschalteten Zustand einstellen
Das Verstellen der Helligkeit beginnt bei eingeschalteten Gruppen oder Einzelgeräten stets bei der aktuell wirksamen Helligkeit. Bei ausgeschalteten Gruppen oder Einzelgeräten wird das Startverhalten durch den Parameter "Beim Starten im ausgeschalteten Zustand" auf der Parameterseite "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" bestimmt.
- Den Parameter einstellen auf "keine Reaktion".
- Beim Starten wird die betroffene Gruppe oder das Einzelgerät nicht eingeschaltet. Das Gateway ignoriert den Start des Helligkeitsdurchlaufes.
- Den Parameter einstellen auf "einschalten".
- Das Starten eines Helligkeitsdurchlaufes schaltet eine Gruppe oder ein Einzelgerät unmittelbar ein. In diesem Fall beginnt der Helligkeitsdurchlauf dann beim Startwert, der durch den gleichnamigen Parameter konfiguriert wird.
- Den Parameter "Startwert" auf "vorgeben" einstellen.
- Es ist ein fester Startwert als Start-Helligkeitswert vorgeben. Es ist darauf zu achten, dass der konfigurierte Helligkeitswert nicht unterhalb der eingestellten Minimalhelligkeit oder oberhalb der Maximalhelligkeit liegt! Andernfalls begrenzt das Gateway den Startwert auf Minimal- oder Maximalhelligkeit.
- Den Parameter "Startwert" auf "Memorywert (Wert wie vor letztem Ausschalten)" einstellen.
- Beim Starten wird der vor dem letzten Ausschalten aktive und intern abgespeicherte Helligkeitswert eingestellt. Dieser Memorywert wird nichtflüchtig im Gateway abgespeichert, so dass nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr der Wert erhalten bleibt. Nach einem ETS-Programmiervorgang ist der Wert auf Maximalhelligkeit vordefiniert.
- Den Parameter "Startwert" auf "Wert wie vor letztem Stoppen" einstellen.
- Der Helligkeitsdurchlauf setzt am Helligkeitswert an, bei dem im Zuge eines vorherigen Helligkeitsdurchlaufes zuletzt ein Stopp ausgeführt wurde.
Durchlaufrichtung des Helligkeitsdurchlaufes einstellen
Der Parameter "Durchlaufrichtung" auf der Parameterseite "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" legt die Durchlaufrichtung eines automatischen Helligkeitsdurchlaufes nach dem Starten fest.
- Den Parameter einstellen auf "heller".
- Der Helligkeitsbereich wird nach dem Starten zunächst in Richtung "heller" durchlaufen.

- Den Parameter einstellen auf "dunkler".
- Der Helligkeitsbereich wird nach dem Starten zunächst in Richtung "dunkler" durchlaufen.

- Den Parameter einstellen auf "toggeln".
- Beim Umschalten ändert das Gateway nach jedem Start automatisch die Richtung des Helligkeitsdurchlaufes.


Verhalten an der Bereichsgrenze des Helligkeitsdurchlaufes einstellen
Der Bereich der Helligkeitsverstellung ist durch die Minimalhelligkeit und Maximalhelligkeit begrenzt. Der Parameter "Beim Erreichen der Bereichsgrenze" auf der Parameterseite "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" legt das Verhalten fest, wenn die Bereichsgrenzen erreicht sind.
- Den Parameter einstellen auf "Durchlauf stoppen".
- Nach Erreichen der Bereichsgrenzen definiert durch die Minimalhelligkeit und Maximalhelligkeit wird der Helligkeitsdurchlauf automatisch gestoppt.
- Den Parameter einstellen auf "Richtung umkehren und Durchlauf fortsetzen".
- Nach Erreichen der Bereichsgrenzen wird die Richtung umgekehrt und die Verstellung in entgegengesetzte Richtung automatisch fortgesetzt, bis dieser über das Kommunikationsobjekt gestoppt wird.
- Den Parameter einstellen auf "Visualisieren, Richtung umkehren und Durchlauf fortsetzen".
- Beim Erreichen der Bereichsgrenzen wird eine kurze Visualisierung durch das Leuchtmittel durchgeführt, um im Anschluss den Durchlauf in entgegengesetzte Richtung fortzusetzen. Die visuelle Rückmeldung erfolgt durch kurzes Aus- und wieder Einschalten der zugeordneten DALI Betriebsgeräte. Die Zeit zwischen AUS und EIN beträgt dabei unveränderbar 1 Sekunde. Durch den kurzen Schaltvorgang werden keine Status-Telegramme erzeugt.
Gesamtlaufzeit des Helligkeitsdurchlaufes einstellen
Nach dem Starten des Helligkeitsdurchlaufes beginnt das schrittweise Durchlaufen des konfigurierten Helligkeitsbereiches. Mit jedem Schritt wird der aktuelle Helligkeitswert abhängig von der konfigurierten Durchlaufrichtung entweder erhöht oder verringert und als ARC-Power-Level auf die DALI Leitung ausgesendet. Die Anzahl der Schritte und folglich die Schrittweite des Helligkeitswerts leitet sich aus der parametrierten Gesamtlaufzeit ab, die durch den gleichnamigen Parameter auf der Parameterseite "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename -> Farbe -> Helligkeitsdurchlauf" eingestellt werden kann.
- Den Parameter auf die gewünschte "Gesamtlaufzeit" konfigurieren.
- Ein Helligkeitsdurchlauf von 1% bis 100% dauert die vorgegebene Zeit. Je länger die Gesamtlaufzeit ist, umso feiner ist die Helligkeitsverstellung beim Durchlauf und somit die Auflösung. Die Schrittweite des Helligkeitswerts berechnet sich durch "100% : Gesamtlaufzeit [s]".
- Wenn der Helligkeitsbereich durch Vorgabe einer Minimalhelligkeit größer 1% und einer Maximalhelligkeit kleiner 100% eingeschränkt wurde, ist die wirksame Laufzeit des Helligkeitsdurchlaufes entsprechend kürzer als die konfigurierte Gesamtlaufzeit.

