Die Schaltzustände oder Helligkeitswerte, die sich nach Busspannungsausfall, nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr oder nach einem ETS-Programmiervorgang für DALI Gruppen oder Einzelgeräte einstellen, können in der ETS konfiguriert werden. Das Verhalten der Farbtemperatur oder der Farbe einer Gruppe oder eines Einzelgeräts ist im Fall eines Geräteresets unveränderbar vorgegeben.
Im Folgenden werden die Konfigurationsmöglichkeiten und die fest definierten Funktionen beschrieben.
Verhalten der Helligkeit bei Busspannungsausfall einstellen
Der Parameter "Bei Bus-/Netzspannungsausfall" ist separat für jede Gruppe und für jedes Einzelgerät im Parameterknoten "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename" verfügbar.
- Parameter einstellen auf "keine Reaktion".
- Parameter einstellen auf "Ausschalten".
- Parameter einstellen auf "Helligkeitswert". Im nachfolgenden Parameter "Helligkeitswert" den erforderlichen Wert konfigurieren.
Die zugeordneten DALI Betriebsgeräte zeigen auch bei einem Ausfall der Spannung auf der DALI Leitung (z. B. durch Kurzschluss, Leitungsbruch, Netzspannungsausfall nur am Gateway) das parametrierte Verhalten bei Busspannungsausfall. Dies wird sichergestellt, weil die Parametereinstellung in die DALI Betriebsgeräte nach einem ETS-Programmiervorgang als "System-Failure-Level" für die Helligkeit übernommen wird.
Bei Bus- oder Netzspannungsausfall werden auch die aktuellen Zustände der Zwangsstellungen gespeichert, damit sie bei Bus- oder Netzspannungswiederkehr ggf. nachgeführt werden können (abhängig von der Parametrierung der Zwangsstellungsfunktionen).
Aktive Sperr- oder Zwangsstellungsfunktionen werden durch einen Busspannungsausfall stets gelöscht und sind im Anschluss inaktiv.
Verhalten der Helligkeit nach Busspannungswiederkehr einstellen
Der Parameter "Nach Bus-/Netzspannungswiederkehr" ist separat für jede Gruppe und für jedes Einzelgerät im Parameterknoten "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename" verfügbar.
- Parameter einstellen auf "keine Reaktion".
In diesem Zustand ist nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr keine Farbtemperatur- oder Farbsteuerung der betroffenen Betriebsgeräte möglich, auch wenn die Geräte aufgrund des letzten Helligkeitszustands noch eingeschaltet sind. In diesem Fall muss nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät entweder ausgeschaltet und wieder eingeschaltet oder durch ein neues Telegramm auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingestellt werden. Erst dadurch wertet das Gateway den Zustand "EIN" für die Betriebsgeräte und ermöglicht eine Steuerung der Farbtemperatur oder Farbe durch neue Befehle.
- Parameter einstellen auf "Ausschalten".
- Parameter einstellen auf "Helligkeit vor Bus-/Netzspannungsausfall".
- Parameter einstellen auf "Helligkeitswert". Im nachfolgenden Parameter "Helligkeitswert" den erforderlichen Wert konfigurieren.
- Parameter einstellen auf "Treppenhausfunktion aktivieren".
Nach Netzspannungswiederkehr initialisiert das Gateway kurz die konfigurierten Betriebsgeräte. Für die Dauer der Initialisierung wird in der 7-Segmentanzeige auf der Gerätefront " - -" angezeigt.
Die Einstellung "Treppenhausfunktion aktivieren" ist nur verfügbar, sofern für die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät die Treppenhausfunktion freigeschaltet ist.
Einstellung "Helligkeit vor Bus-/Netzspannungsausfall": Ein ETS-Programmiervorgang der Applikation oder der Parameter setzt den intern abgespeicherten Helligkeitszustand auf "AUS" zurück.
Bei Einstellung "keine Reaktion": Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach Bus-/Netzspannungswiederkehr mit "0" initialisiert. Die Schaltstatus- oder Helligkeitswert-Rückmeldung entspricht in diesem Fall erst dann dem echten Helligkeitszustand, wenn die Gruppe oder das Einzelgerät mindestens einmal über den KNX oder per Handbedienung angesteuert wurde.

Sofern Netzspannung nur an den angeschlossenen DALI Betriebsgeräten eingeschaltet wird (z. B. Versorgung durch anderen Netzaußenleiter) oder zusätzlich auch das Gateway wieder eingeschaltet wird und die Reaktion auf "keine Reaktion" konfiguriert ist, stellen sich die Betriebsgeräte auf die Helligkeit gemäß ihres "Power-On-Level" ein. Dieser Wert wird nach einem ETS-Programmiervorgang vom Gateway in die Betriebsgeräte programmiert und entspricht der Einstellung des Parameters "Nach Bus-/Netzspannungswiederkehr". Bei den Einstellungen "Helligkeit vor Bus-/Netzspannungsausfall" und "Treppenhausfunktion aktivieren" wird der Befehl "keine Reaktion" als Power-On-Level in die Betriebsgeräte einprogrammiert. Bei allen anderen Einstellungen werden die konfigurierten Befehle direkt in die Betriebsgeräte übernommen. Sofern die Netzspannung des Gateways eingeschaltet wird, führt das Gerät den Parameter "Nach Bus-/Netzspannungswiederkehr" erst nach der Initialisierung aus. Hierbei kann es vorkommen, dass die DALI Betriebsgeräte nach Netzspannungswiederkehr schneller reagieren und sich auf den Power-On-Level einstellen als das Gateway individuelle Befehle auf die DALI Leitung aussenden kann. Dadurch können ggf. kurze Helligkeitssprünge beobachtet werden. Sofern während der Initialisierung des Gateways KNX Telegramme für Gruppen oder Einzelgeräte empfangen werden, führt das Gerät den jeweils zuletzt vorgegebenen Befehl aus und nicht das konfigurierte Verhalten nach Bus-/Netzspannungswiederkehr.
Bei Verwendung der Standby-Abschaltung und der Verzögerung bis zum Wiederanlauf der DALI Geräte ist sicherzustellen, dass der Parameter "Nach Bus-/Netzspannungswiederkehr" auf "Ausschalten" konfiguriert ist. Hierdurch schalten die betroffenen Geräte nach Wiederkehr der Netzspannung nicht direkt ein, sondern erst, nachdem Sie ein entsprechendes DALI Kommando vom Gateway über die DALI Leitung erhalten haben.
Bei Zwangsstellung als Zusatzfunktion: Das Kommunikationsobjekt der Zwangsstellung kann nach Busspannungswiederkehr separat initialisiert werden. Dadurch wird bei einer Aktivierung der Zwangsstellung bei Busspannungswiederkehr die Reaktion der Gruppe oder des Einzelgeräts beeinflusst. Das parametrierte Verhalten "Nach Bus-/Netzspannungswiederkehr" wird nur dann ausgeführt, wenn keine Zwangsstellung nach Busspannungswiederkehr aktiviert ist.
Bei Sperrfunktion als Zusatzfunktion: Aktive Sperrfunktionen sind nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr stets inaktiv.
Eine Handbedienung ist nur bei eingeschalteter Netzspannungsversorgung des Gateways möglich. Busspannungsausfall, -wiederkehr sowie bei einem Netzspannungsausfall wird der Handbetrieb beendet.
Verhalten der Helligkeit nach ETS-Programmiervorgang einstellen
Der Parameter "Nach ETS-Programmiervorgang" ist separat für jede Gruppe und für jedes Einzelgerät im Parameterknoten "DALI System... -> Konfiguration Gruppen -> [x] Gruppenname" oder "DALI System... -> Konfiguration Einzelgeräte -> [x] Gerätename" verfügbar.
- Parameter einstellen auf "keine Reaktion".
In diesem Zustand ist nach einem ETS-Programmiervorgang keine Farbtemperatur- oder Farbsteuerung der betroffenen Betriebsgeräte möglich, auch wenn die Geräte aufgrund des letzten Helligkeitszustands noch eingeschaltet sind. In diesem Fall muss nach dem ETS-Programmiervorgang die betroffene Gruppe oder das betroffene Einzelgerät entweder ausgeschaltet und wieder eingeschaltet oder durch ein neues Telegramm auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingestellt werden. Erst dadurch wertet das Gateway den Zustand "EIN" für die Betriebsgeräte und ermöglicht eine Steuerung der Farbtemperatur oder Farbe durch neue Befehle.
- Parameter einstellen auf "Ausschalten".
- Parameter einstellen auf "Helligkeitswert". Im nachfolgenden Parameter "Helligkeitswert" den erforderlichen Wert konfigurieren.
- Parameter einstellen auf "wie bei Bus-/Netzspannungswiederkehr".
Das an dieser Stelle parametrierte Verhalten wird nach jedem Applikations- oder Parameter-Download durch die ETS ausgeführt. Der einfache Download nur der physikalischen Adresse oder ein partielles Programmieren nur der Gruppenadressen bewirkt, dass nicht dieser Parameter berücksichtigt, sondern das parametrierte "Verhalten nach Busspannungswiederkehr" ausgeführt wird.
Ein ETS-Programmiervorgang kann nur dann ausgeführt werden, wenn die Netzspannungsversorgung des DALI Gateways eingeschaltet ist.
Bei Einstellung "keine Reaktion": Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach einem Programmiervorgang mit "0" initialisiert. Die Schaltstatus- oder Helligkeitswert-Rückmeldung entspricht in diesem Fall erst dann dem echten Helligkeitszustand, wenn die Gruppe oder das Einzelgerät mindestens einmal über den KNX oder per Handbedienung angesteuert wurde. Als aktiv sendend eingestellte Rückmeldeobjekte senden in dieser Einstellung kein Telegramm aus.
Nach einem ETS-Programmiervorgang sind die Sperrfunktionen sowie die Zwangsstellungen stets deaktiviert.

Nach einem ETS-Programmiervorgang initialisiert sich das Gateway und konfiguriert die angeschlossenen Betriebsgeräte über die DALI Leitung mit relevanten Daten (z. B. Minimalhelligkeit, Maximalhelligkeit, Power-On-Level, System-Failure-Level). Aus diesem Grund sollte idealer Weise nach einem ETS-Programmiervorgang das gesamte DALI System angeschlossen und vollständig betriebsbereit sein, damit alle Betriebsgeräte Konfigurationsänderungen übernehmen. Nach jeder DALI Inbetriebnahme mit Änderungen (vollständig oder partiell) ist das Applikationsprogramm mit der ETS neu in das Gateway zu laden. Hierbei ist sicherzustellen, dass mindestens die im Zuge der Inbetriebnahme neu hinzugefügten Betriebsgeräte oder Geräte, bei denen die Konfiguration in der ETS verändert wurde, nach einem ETS-Programmiervorgang betriebsbereit sind! Falls es bei der Initialisierung der Betriebsgeräte auf der DALI Leitung einen Fehler gibt (z. B. Kurzschluss, Leitungsbruch), kann die DALI Konfiguration nicht ausgeführt werden. Der Fehler ist dann zu beseitigen und die ETS-Programmierung nochmals zu starten. Für die Dauer des Konfigurationsvorgangs nach einem ETS-Programmiervorgang wird in der 7-Segmentanzeige auf der Gerätefront "- -" angezeigt.
Sofern während der Initialisierung des Gateways KNX Telegramme für Gruppen oder Einzelgeräte empfangen werden, führt das Gerät den jeweils zuletzt vorgegebenen Befehl aus und nicht das parametrierte Verhalten nach ETS-Programmiervorgang.
Verhalten der Farbtemperatur bei Busspannungsausfall
Das Verhalten der Farbtemperatur bei Busspannungsausfall ist wie das Verhalten nach einem ETS-Programmiervorgang unveränderbar auf "keine Änderung" eingestellt. Bei Busspannungsausfall sendet das Gateway keine Farbtemperaturbefehle an die DALI Betriebsgeräte aus. Die zugeordneten DALI Betriebsgeräte verbleiben auf der zuletzt eingestellten Farbtemperatur, sofern die Netzspannungsversorgung der Betriebsgeräte noch sichergestellt ist. Nach Busspannungsausfall ist die Steuerung der Farbtemperatur nicht mehr möglich.
Für eine gezielte Beeinflussung der Farbtemperatursteuerung gibt es bei DALI Betriebsgeräten, die den Gerätetyp "Tunable White" (DT8 - TW) unterstützen, die Möglichkeit, bei der Inbetriebnahme einen spezifischen Wert abzulegen, der die wirksame Farbtemperatur für den Ausfall der DALI Betriebsspannung definiert. Das Gateway initialisiert diesen DALI Parameter in den Betriebsgeräten im Zuge der Konfiguration des "System-Failure-Levels" grundsätzlich mit dem Befehl "keine Änderung" (Wert "255" / "MASK"), so dass ein Ausfall der DALI Betriebsspannung (z. B. durch Ausfall der Netzspannungsversorgung am Gateway) nicht zu einer Änderung des zuletzt vorgegebenen Farbtemperaturwerts führt.
Verhalten der Farbtemperatur nach Busspannungswiederkehr
Das Verhalten der Farbtemperatur nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr ist unveränderbar auf "Farbtemperatur vor Busspannungsausfall" eingestellt. Nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr wird die zuletzt vor Bus-/Netzspannungsausfall durch ein relatives oder absolutes Dimmen eingestellte und bei Bus-/Netzausfall intern abgespeicherte Farbtemperatur nachgeführt.
Das Gateway übermittelt die nachgeführte Farbtemperatur nur im Zustand "EIN" an die Betriebsgeräte. Folglich wird nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr eine nachzuführende oder neu vorgegebene Farbtemperatur in den Betriebsgeräten erst dann eingestellt, nachdem die Gruppe oder das Einzelgerät auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingeschaltet wurde.
Ein ETS-Programmiervorgang der Applikation oder der Parameter setzt die intern abgespeicherte Farbtemperatur zurück (0 K). Hierdurch stellen sich die betroffenen Betriebsgeräte in der Regel auf minimale oder maximale Farbtemperatur ein, sobald die Gruppe oder das Einzelgerät nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr eingeschaltet wird (z. B. durch das konfigurierte Verhalten der Helligkeit nach Busspannungswiederkehr). Das Verhalten der Betriebsgeräte in Bezug auf die Farbtemperatur wird in diesem Fall unmittelbar durch die Betriebsgeräte definiert und kann durch das Gateway nicht beeinflusst werden. Die Farbtemperatur wird nach einem ETS-Programmiervorgang erst dann gültig, sobald ein Farbtemperaturwert durch relatives oder absolutes Dimmen neu vorgegeben wird. Nur durch den Abruf einer Szene mit einem definierten Farbtemperaturwert wird die Farbtemperatur nach einem ETS-Programmiervorgang nicht gültig.
Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach Netzspannungswiederkehr mit "0" initialisiert. Aktiv sendende Rückmeldeobjekte senden nach Busspannungswiederkehr ein Telegramm entsprechend der im Gateway zuletzt wirksamen Farbtemperatur aus, jedoch nur, wenn die DALI Gruppe oder das Einzelgerät auch eingeschaltet ist (Helligkeit ungleich "0 %"). Nach Netzspannungswiederkehr werden nur Telegramme entsprechend der im Gateway wirksamen Farbtemperatur gesendet, wenn die DALI Gruppe oder das Einzelgerät durch das Gateway nach Netzspannungswiederkehr aktiv eingeschaltet wird (Helligkeit ungleich "0 %").
Verhalten der Farbtemperatur nach ETS-Programmiervorgang
Das Verhalten der Farbtemperatur nach einem ETS-Programmiervorgang ist unveränderbar auf "keine Änderung" eingestellt. Nach einem ETS-Programmiervorgang sendet das Gateway keine Farbtemperaturen an die DALI Betriebsgeräte aus. Die zugeordneten DALI Betriebsgeräte verbleiben hierdurch in der zuletzt vorgegebenen Farbtemperatur.
Das Gateway übermittelt neue Farbtemperaturen nur im Zustand "EIN" an die Betriebsgeräte. Folglich wird nach einem ETS-Programmiervorgang eine neu über den KNX vorgegebene Farbtemperatur in den Betriebsgeräten erst dann eingestellt, nachdem die Gruppe oder das Einzelgerät auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingeschaltet wurde.
Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach einem Programmiervorgang mit "0" initialisiert. Die Rückmeldung der Farbtemperatur entspricht in diesem Fall erst dann einem gültigen Wert, wenn die Farbtemperatur der Gruppe oder des Einzelgeräts mindestens einmal über den KNX angesteuert und das Sendekriterium der Rückmeldung erfüllt wurde. Aktiv sendende Rückmeldeobjekte der Farbtemperatur senden unmittelbar nach einem ETS-Programmiervorgang automatisch kein Telegramm aus.
Das vorgegebene Verhalten wird nach jedem Applikations- oder Parameter-Download durch die ETS ausgeführt. Der einfache Download nur der physikalischen Adresse oder ein partielles Programmieren nur der Gruppenadressen bewirkt, dass nicht die Einstellung "keine Änderung" berücksichtigt, sondern das vorgegebene "Verhalten der Farbtemperatur nach Busspannungswiederkehr" ausgeführt wird.
Sofern nach einem ETS-Programmiervorgang während der Initialisierung des Gateways (Anzeige "- -" in der 7-Segmentanzeige auf der Gerätefront) KNX Telegramme für Gruppen oder Einzelgeräte zur Steuerung der Farbtemperatur empfangen werden, führt das Gerät den jeweils zuletzt vorgegebenen Befehl aus.
DALI Betriebsgeräte speichern die zuletzt vorgegebene Farbtemperatur in der Regel nur flüchtig. Hierdurch geht durch ein Ausfall der Netzspannung an den Betriebsgeräten die zuletzt übermittelte Farbtemperaturinformation verloren. Betriebsgeräte stellen sich dann nach Netzspannungswiederkehr in der Regel auf minimale oder maximale Farbtemperatur ein, sofern die Helligkeit der Gruppe oder des Einzelgeräts größer "0 %" vorgegeben wurde (Power-On-Level). Das Verhalten nach Netzspannungswiederkehr an den Betriebsgeräten in Bezug auf die Farbtemperatur wird unmittelbar durch die Betriebsgeräte definiert und kann durch das Gateway nicht beeinflusst oder zurückgemeldet werden. Das Gateway kann nach Netzspannungswiederkehr die Farbtemperatur nur beeinflussen, wenn die Netzspannung auch am Gateway ausgeschaltet war und wieder eingeschaltet wird (siehe "Verhalten der Farbtemperatur nach Busspannungswiederkehr").
Verhalten der Farbtemperatur nach Busspannungswiederkehr
Das Verhalten der Farbtemperatur nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr ist unveränderbar auf "Farbtemperatur vor Busspannungsausfall" eingestellt. Nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr wird die zuletzt vor Bus-/Netzspannungsausfall durch ein relatives oder absolutes Dimmen eingestellte und bei Bus-/Netzausfall intern abgespeicherte Farbtemperatur nachgeführt.
Das Gateway übermittelt die nachgeführte Farbtemperatur nur im Zustand "EIN" an die Betriebsgeräte. Folglich wird nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr eine nachzuführende oder neu vorgegebene Farbtemperatur in den Betriebsgeräten erst dann eingestellt, nachdem die Gruppe oder das Einzelgerät auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingeschaltet wurde.
Ein ETS-Programmiervorgang der Applikation oder der Parameter setzt die intern abgespeicherte Farbtemperatur zurück (0 K). Hierdurch stellen sich die betroffenen Betriebsgeräte in der Regel auf minimale oder maximale Farbtemperatur ein, sobald die Gruppe oder das Einzelgerät nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr eingeschaltet wird (z. B. durch das konfigurierte Verhalten der Helligkeit nach Busspannungswiederkehr). Das Verhalten der Betriebsgeräte in Bezug auf die Farbtemperatur wird in diesem Fall unmittelbar durch die Betriebsgeräte definiert und kann durch das Gateway nicht beeinflusst werden. Die Farbtemperatur wird nach einem ETS-Programmiervorgang erst dann gültig, sobald ein Farbtemperaturwert durch relatives oder absolutes Dimmen neu vorgegeben wird. Nur durch den Abruf einer Szene mit einem definierten Farbtemperaturwert wird die Farbtemperatur nach einem ETS-Programmiervorgang nicht gültig.
Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach Netzspannungswiederkehr mit "0" initialisiert. Aktiv sendende Rückmeldeobjekte senden nach Busspannungswiederkehr ein Telegramm entsprechend der im Gateway zuletzt wirksamen Farbtemperatur aus, jedoch nur, wenn die DALI Gruppe oder das Einzelgerät auch eingeschaltet ist (Helligkeit ungleich "0 %"). Nach Netzspannungswiederkehr werden nur Telegramme entsprechend der im Gateway wirksamen Farbtemperatur gesendet, wenn die DALI Gruppe oder das Einzelgerät durch das Gateway nach Netzspannungswiederkehr aktiv eingeschaltet wird (Helligkeit ungleich "0 %").
Verhalten der Farbe bei Busspannungsausfall
Das Verhalten der Farbe bei Busspannungsausfall ist wie das Verhalten nach einem ETS-Programmiervorgang unveränderbar auf "keine Änderung" eingestellt. Bei Busspannungsausfall sendet das Gateway keine Farbbefehle an die DALI Betriebsgeräte aus. Die zugeordneten DALI Betriebsgeräte verbleiben auf der zuletzt eingestellten Farbwert, sofern die Netzspannungsversorgung der Betriebsgeräte noch sichergestellt ist. Nach Busspannungsausfall ist die Steuerung der Farbe nicht mehr möglich.
Für eine gezielte Beeinflussung der Farbsteuerung gibt es bei DALI Betriebsgeräten, die den Gerätetyp "Colour Control" (DT8 - RGBW) unterstützen, die Möglichkeit, bei der Inbetriebnahme einen spezifischen Wert abzulegen, der die wirksame Farbe für den Ausfall der DALI Betriebsspannung definiert. Das Gateway initialisiert diesen DALI Parameter in den Betriebsgeräten im Zuge der Konfiguration des "System-Failure-Levels" grundsätzlich mit dem Befehl "keine Änderung" (Wert "255" / "MASK"), so dass ein Ausfall der DALI Betriebsspannung (z. B. durch Ausfall der Netzspannungsversorgung am Gateway) nicht zu einer Änderung des zuletzt vorgegebenen Farbwerts führt.
Verhalten der Farbe nach Busspannungswiederkehr
Das Verhalten der Farbe nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr ist unveränderbar auf "Farbe vor Busspannungsausfall" eingestellt. Nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr wird die zuletzt vor Bus-/Netzspannungsausfall durch ein relatives oder absolutes Dimmen eingestellte und bei Bus-/Netzausfall intern abgespeicherte Farbe nachgeführt.
Das Gateway übermittelt die nachgeführte Farbe nur im Zustand "EIN" an die Betriebsgeräte. Folglich wird nach Bus- oder Netzspannungswiederkehr eine nachzuführende oder neu vorgegebene Farbe in den Betriebsgeräten erst dann eingestellt, nachdem die Gruppe oder das Einzelgerät auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingeschaltet wurde.
Ein ETS-Programmiervorgang der Applikation oder der Parameter setzt die intern abgespeicherte Farbe zurück (#000000). Das Verhalten der Betriebsgeräte nach Netzspannungswiederkehr in Bezug auf die Farbtemperatur wird in diesem Fall unmittelbar durch die Betriebsgeräte definiert und kann durch das Gateway nicht beeinflusst werden. Die Farbe wird nach einem ETS-Programmiervorgang erst dann gültig, sobald ein Farbwert durch relatives oder absolutes Dimmen neu vorgegeben wird. Nur durch den Abruf einer Szene mit einem definierten Farbwert wird die Farbe nach einem ETS-Programmiervorgang nicht gültig.
Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach Netzspannungswiederkehr mit "0" initialisiert. Aktiv sendende Rückmeldeobjekte senden nach Busspannungswiederkehr ein Telegramm entsprechend der im Gateway zuletzt wirksamen Farbe aus, jedoch nur, wenn die DALI Gruppe oder das Einzelgerät auch eingeschaltet ist (Helligkeit ungleich "0 %"). Nach Netzspannungswiederkehr werden nur Telegramme entsprechend der im Gateway wirksamen Farbe gesendet, wenn die DALI Gruppe oder das Einzelgerät durch das Gateway nach Netzspannungswiederkehr aktiv eingeschaltet wird (Helligkeit ungleich "0 %").
Verhalten der Farbe nach ETS-Programmiervorgang
Das Verhalten der Farbe nach einem ETS-Programmiervorgang ist unveränderbar auf "keine Änderung" eingestellt. Nach einem ETS-Programmiervorgang sendet das Gateway keine Farben an die DALI Betriebsgeräte aus. Die zugeordneten DALI Betriebsgeräte verbleiben hierdurch in der zuletzt vorgegebenen Farbe.
Das Gateway übermittelt neue Farben nur im Zustand "EIN" an die Betriebsgeräte. Folglich wird nach einem ETS-Programmiervorgang eine neu über den KNX vorgegebene Farbe in den Betriebsgeräten erst dann eingestellt, nachdem die Gruppe oder das Einzelgerät auf einen Helligkeitswert ungleich "0 %" eingeschaltet wurde.
Die Kommunikationsobjekte des Gateways werden nach einem Programmiervorgang mit "0" initialisiert. Die Rückmeldung der Farbe entspricht in diesem Fall erst dann einem gültigen Wert, wenn die Farbe der Gruppe oder des Einzelgeräts mindestens einmal über den KNX angesteuert und das Sendekriterium der Rückmeldung erfüllt wurde. Aktiv sendende Rückmeldeobjekte der Farbe senden unmittelbar nach einem ETS-Programmiervorgang automatisch kein Telegramm aus.
Das vorgegebene Verhalten wird nach jedem Applikations- oder Parameter-Download durch die ETS ausgeführt. Der einfache Download nur der physikalischen Adresse oder ein partielles Programmieren nur der Gruppenadressen bewirkt, dass nicht die Einstellung "keine Änderung" berücksichtigt, sondern das vorgegebene "Verhalten der Farbe nach Busspannungswiederkehr" ausgeführt wird.
Sofern nach einem ETS-Programmiervorgang während der Initialisierung des Gateways (Anzeige "- -" in der 7-Segmentanzeige auf der Gerätefront) KNX Telegramme für Gruppen oder Einzelgeräte zur Steuerung der Farbe empfangen werden, führt das Gerät den jeweils zuletzt vorgegebenen Befehl aus.
DALI Betriebsgeräte speichern die zuletzt vorgegebene Farbe in der Regel nur flüchtig. Hierdurch geht durch ein Ausfall der Netzspannung an den Betriebsgeräten die zuletzt übermittelte Farbinformation verloren. Betriebsgeräte stellen sich dann nach Netzspannungswiederkehr in der Regel auf eine intern initialisierte Farbe ein, sofern die Helligkeit der Gruppe oder des Einzelgeräts größer "0 %" vorgegeben wurde (Power-On-Level). Das Verhalten nach Netzspannungswiederkehr an den Betriebsgeräten in Bezug auf die Farbe wird unmittelbar durch die Betriebsgeräte definiert und kann durch das Gateway nicht beeinflusst oder zurückgemeldet werden. Das Gateway kann nach Netzspannungswiederkehr die Farbe nur beeinflussen, wenn die Netzspannung auch am Gateway ausgeschaltet war und wieder eingeschaltet wird (siehe "Verhalten der Farbe nach Busspannungswiederkehr").