Logarithmische Dimmkennlinie
Bei dieser Einstellung gibt das Gateway KNX Helligkeitswerte unbearbeitet auf die DALI Seite weiter. Durch Kombination der Wertweiterleitung des Gateways und der logarithmischen Kennlinie der Betriebsgeräte ergibt sich ein logarithmischer Dimmverlauf des relativen Lichtstroms am physikalischen Ausgang eines Betriebsgeräts. Auch in diesem Fall sind KNX Statustelegramme des wirksamen DALI Helligkeitswerts möglich.
Beispiel zur Helligkeitsveränderung:
KNX Helligkeit: 50% -> DALI Datenwert (APL): 128 -> Lichtstrom: ca. 3% -> Das menschliche Auge nimmt subjektiv ungefähr eine halbe Leuchtmittelhelligkeit wahr.
KNX Helligkeit: 75% -> DALI Datenwert (APL): 191 -> Lichtstrom: ca. 18% -> Das menschliche Auge nimmt deutlich einen Helligkeitsunterschied zu vorherigen Dimmstellung wahr. Der Dimmvorgang wirkt kontinuierlich.

(relativer Lichtstrom [%] abhängig vom 8-Bit-KNX Datenwert [0...255])
KNX Helligkeitswert | KNX Helligkeitswert [%] | DALI Wert (APL) | Lichtstrom [%] |
|---|---|---|---|
0 | 0 | 0 | 0 |
1 | 0,4 | 1 | 0,1 |
10 | 4 | 10 | 0,13 |
50 | 20 | 50 | 0,38 |
80 | 32 | 80 | 0,86 |
100 | 40 | 100 | 1,5 |
128 | 50 | 128 | 3,2 |
150 | 60 | 150 | 5,8 |
175 | 70 | 175 | 12 |
200 | 80 | 200 | 23 |
225 | 90 | 225 | 45 |
255 | 100 | 254 | 100 |
Vorteile einer logarithmischen DALI Dimmkennlinie:
Optimal für reine Helligkeitssteuerungen. Anpassung an das Helligkeitsempfinden des menschlichen Auges. Hierdurch werden Helligkeitsänderungen im gesamten Dimmbereich gleichmäßig wahrgenommen. Feine Stufigkeit im unteren Dimmbereich.
Nachteile einer logarithmischen DALI Dimmkennlinie:
Schwierige bis keine Anpassung an andere KNX Aktoren, die nur linear Dimmen. Schlechter gleitender Verlauf bei Farbmischungen über getrennte DALI Kanäle.
Bei Betriebsgeräten, die eine hohe physikalische Minimalhelligkeit (> 3%) und folglich einen eingeschränkten Lichtstrombereich haben, kann der untere KNX Dimmbereich (0,4...50%) nicht ausgenutzt werden.
