Prioritäten

Das Gateway unterscheidet verschiedene Funktionen, die auf eine DALI Gruppe einwirken können. Damit es keine Zustandskonflikte gibt, ist jede mögliche Funktion einer Priorität zugeordnet. Die Funktion mit der höheren Priorität übersteuert die niedriger eingestufte. Funktionen, die auf derselben Prioritätsebene liegen, beeinflussen sich gegenseitig.

Die Priorität der Szenenfunktion zu den Funktionen Sperren oder Zwangsstellung einer Gruppe oder eines Einzelgeräts ist konfigurierbar. So ist es möglich, dass ein Szenenabruf eine Sperr- oder Zwangsstellungsfunktion übersteuert. Alternativ kann eine Szene eine geringere Priorität besitzen, so dass Sperrfunktionen oder Zwangsstellungen durch einen Szenenabruf nicht übersteuert werden können. Hierdurch ergeben sich unterschiedliche Prioritätsreihenfolgen.

Prioritätsreihenfolge "Szenen geringer priorisiert als Sperrfunktion oder Zwangsstellung":

  • 1. Priorität: Handbetrieb (oberste Priorität)
  • 2. Priorität: Zwangsstellungsfunktion oder Sperrfunktion
  • 3. Priorität: Normalbetrieb / direkter Busbetrieb. Dazu gehören...
    • Schalten
    • Dimmen
    • Helligkeitswert
    • Farbtemperaturwert
    • Farbwerte
    • Szenen
    • Zentralfunktionen
    • Treppenhausfunktion
    • HCL-/CTM-Matrizen
    • automatischere Farbkreisdurchlauf
    • automatischer Helligkeitsdurchlauf

Prioritätsreihenfolge "Szenen höher priorisiert als Sperrfunktion oder Zwangsstellung":

  • 1. Priorität: Handbetrieb (oberste Priorität)
  • 2. Priorität: Szenen
  • 3. Priorität: Zwangsstellungsfunktion oder Sperrfunktion
  • 4. Priorität: Normalbetrieb / direkter Busbetrieb. Dazu gehören...
    • Schalten
    • Dimmen
    • Helligkeitswert
    • Farbtemperaturwert
    • Farbwerte
    • Zentralfunktionen
    • Treppenhausfunktion
    • HCL-/CTM-Matrizen
    • automatischere Farbkreisdurchlauf
    • automatischer Helligkeitsdurchlauf

Bei Prioritätsreihenfolge "Szenen höher priorisiert als Sperrfunktion oder Zwangsstellung": Ein Szenenabruf verriegelt untergeordnete Funktionen einer Gruppe oder eines Einzelgeräts nicht statisch. Die höhere Priorität legt lediglich fest, dass im Moment des Szenenabrufes der Szenen-Helligkeitswert eingestellt wird und den zuvor vorgegebenen Helligkeitswert übersteuert. Nach dem Abruf einer Szene ist es möglich, dass der Szenen-Helligkeitswert durch andere Funktionen des Gateways nachträglich wieder verändert wird (z. B. beim Beenden einer Zusatzfunktion oder durch Schalten oder Dimmen).

Beim Nachführen von Sperrfunktionen oder Zwangsstellungen: Wenn über den KNX vor oder während eines kurzzeitigen oder permanenten Handbetriebs eine Zwangsstellung oder eine Sperrfunktion aktiviert wurde, führt das Gateway für die betroffenen Gruppen und Einzelgeräte am Ende der Handbedienung immer diese höher priorisierten Funktionen aus, ohne jedoch das Verhalten zu Beginn dieser Funktionen erneut auszuführen. Die Helligkeit bleibt dann immer auf dem Zustand der Handbedienung stehen, der Busbetrieb über Schalten, Dimmen, Wert, Szene, Zentral wird gesperrt.